Die lange Geschichte des Hofes, kurzgefasst

 

 

Die Geschichte des Hofes ist auch die Geschichte der Familie Kaiser. Der Familienname (früher auch "Keiser" und "Keyser" geschrieben) lässt sich in Kirchen- und Amtsbüchern bis ins Jahr 1438 zurückverfolgen.
Bis Anfang 2000 gab es noch Zeitgenossen aus der näheren Umgebung, die vom "Kaiserhof" sprachen.

Heinrich Kaiser (geb. 1922) war der letzte männliche Nachkomme der Scharnhorster Familie Kaiser und wäre gemäß der Höferolle der Erbe gewesen. Er ist höchstwahrscheinlich schon 1943 bei Stalingrad umgekommen, der Kontakt zu ihm brach in dem Jahr ab. Seine Eltern ließen ihn Anfang der 50er Jahre für tot erklären. Heinrich hatte 3 Schwestern: Marie (geb. 1925) und die Zwillinge Ursula und Inge (geb. 1928). Marie und Inge "heirateten weg", Ursula heiratete 1952 Rudolf Peters (geb. 1923). Dieser war in Hamburg aufgewachsen, wollte nach dem Abitur Medizin studieren, wurde aber in den Krieg geschickt und fand sein Elternhaus nach der Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft (in Italien) völlig zerstört vor. 

 

Er hatte verwandtschaftliche Beziehungen nach Eschede und "flüchtete aufs Land", wo er eine Zeit lang in Endeholz auf dem Hof Bührke lebte. So kam es, dass Ursula Kaiser und Rudolf Peters einander begegneten, 1952 heirateten und die Bewirtschaftung des Hofes von Heinrich und Marie Kaiser (geb. Fellersmann aus Dageförde) übernahmen. Aus der Ehe sind zwei Söhne hervorgegangen: 1953 wurde Heinrich geboren, der 1987 völlig unerwartet an plötzlichem Herzversagen verstorben ist, 1956 wurde Rudolf geboren. Seit 2009 (Ursula starb 2008, Rudolf sen. starb 2009) ist Rudolf ("Rudi") Eigentümer des Hofes. 

 

 

 

Der starke Wandel in der Landwirtschaft hin zur Industrialisierung stellte die Bauernfamilien ab den 1960er Jahren vor die Entscheidung "wachsen oder weichen", sprich: um zu wachsen eine Hypothek aufnehmen und diese an den Erben übertragen oder weichen, etwas Neues anfangen. Ohne weitere, neue Schulden zu machen. Rudolf und Ursula entschieden sich für das Weichen, seit 1969 wird der Hof nicht mehr aktiv bewirtschaftet. Heute leben hier 4 Familien, die Hofstelle dient als Ort der Begegnungen und Anregungen   

 

 
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